In die Entwicklung eines BIX für wissenschaftliche Bibliotheken fließen unterschiedliche Projekterfahrungen ein. Bei den Vorüberlegungen zu einem Indikatorensystem konnte auf Erfahrungen und Ergebnisse aus regionalen, nationalen und internationalen Projekten zurückgegriffen werden, beispielsweise der DIN / ISO Norm 11620 sowie ISO TR 20983, dem Modell der Balanced Scorecard, den Kennzahlen für NRW und darüber hinaus auf Indikatorensysteme, die in niederländischen, englischen und norwegischen Projekten getestet wurden. Auf dieser Grundlage erarbeitete eine Arbeitsgruppe ein methodisches Grundkonzept.
Die Datenauswertung und Indexberechnung erfolgt, analog zum BIX für Öffentliche Bibliotheken, durch das Hochschulbibliothekszentrum hbz unter fachlicher Begleitung von infas. Ebenso wie im BIX für Öffentliche Bibliotheken bilden vier Zieldimensionen die Grundlage des Leistungsvergleichs:
- Angebote: Welche Infrastruktur kann die Bibliothek für die Nutzung bieten?
- Nutzung: Wie werden die angebotenen Dienstleistungen genutzt?
- Effizienz: Werden die Dienstleistungen kosteneffizient erbracht?
- Entwicklung: Sind ausreichend Potenziale für notwendige Entwicklungen vorhanden?
Diesen Dimensionen werden vier bis fünf Indikatoren zugeordnet, die Aussagen über die Bibliotheksleistungen ermöglichen. Die auf wenige aussagekräftige Messgrößen verdichtete Datenbasis ermöglicht den teilnehmenden Bibliotheken eine schnelle Einschätzung ihrer Stärken und Schwächen und kann somit dazu verhelfen, rasch Verbesserungen zu initiieren. Auch im Hinblick auf die Kommunikation mit Verantwortlichen in Hochschule und Politik bietet der BIX aufgrund seines stark aggregierten Datenbestandes einen einfachen und schnellen Überblick über die erbrachten Bibliotheksleistungen.
Dem BIX-WB liegen folgende Indikatoren zugrunde, die sich als geeignet erwiesen haben:

| Angebote |
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Nutzung |

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m2 Benutzungsbereich pro 1000 Mitglieder
der primären Nutzergruppe |
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Bibliotheksmitarbeiter pro 1000 Mitglieder
der primären Nutzergruppe |
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Ausgaben für Literatur und Information
pro 1000 Mitglieder der primären Nutzergruppe |
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Anteil der Ausgaben für elektronische
Bestände an den gesamten Ausgaben für Informationsversorgung |
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Öffnungsstunden pro Woche |
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Bibliotheksbesuche pro Kopf (der primären
Nutzergruppe) |
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Elektronische Nutzung: virtuelle Besuche - Sessions - pro Kopf (der primären
Nutzergruppe) |
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NEU: Schulungsteilnahmen pro 1000 Mitglieder
der primären Nutzergruppe |
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Sofortige Medienverfügbarkeit |
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| Effizienz |
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Entwicklung |

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Bibliotheksausgaben pro Nutzer |
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Verhältnis der Erwerbungsausgaben
zu den Personalausgaben |
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Prozesseffizienz
(exemplarisch: Medienbearbeitung) |
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NEU: Prozesseffizienz
(exemplarisch: Aus- und Fernleihe) |
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Fortbildungstage pro Mitarbeiter |
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Anteil der Bibliotheksmittel an den Mitteln
der Hochschule |
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Anteil der Dritt- und Sondermittel an
den Bibliotheksmitteln |
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Anteil des zur Entwicklung und Bereitstellung
elektronischer Dienste eingesetzten Personals |
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neuere Entwicklungen...

Die BIX-Indikatoren werden laufend optimiert. So wurde für den BIX 2008 der Indikator "Elektronische Nutzung" in der Zieldimension "Nutzung" eingeführt. Die Messung der elektronischen Nutzung der Bibliothekswebseiten geschieht mit einem neuen Verfahren, das die Hochschule der Medien, Stuttgart, entwickelt hat. Im Gegensatz zu den vielen verschiedenen Softwareprogrammen für Webstatistik stellt dieses Verfahren sicher, dass für alle Bibliotheken auf dieselbe Weise (und unabhängig von der Programmierung der Webseiten) dasselbe gezählt wird.
So kann der BIX möglicherweise einen Beitrag zu diesem international diskutierten Problem leisten und damit auch eine Entwicklungsaufgabe erfüllen.
